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Da die Ursachen der Multiplen Sklerose bis heute ungeklärt sind, lassen sich auch keine eindeutigen Risikofaktoren ausmachen. Fest steht nur, dass sich bei dieser Autoimmunerkrankung die körpereigenen Abwehrmechanismen gegen das eigene Nervensystem richten und wichtige Nervenfasern dabei zerstört werden können.
MS befällt Frauen ungefähr doppelt so häufig wie Männer und ist vor allem in den westlichen Industrienationen verbreitet. Man geht daher davon aus, dass bestimmte Umweltfaktoren das Entstehen von MS fördern können. Es ist bestätigt, dass Menschen, die eng mit MS-Patienten verwandt sind, ein höheres Erkrankungsrisiko haben. Dennoch ist die Krankheit nicht im klassischen Sinn vererbbar.
Sehr wahrscheinlich können verschiedene Infektionskrankheiten bzw. deren Erreger das Entstehen von MS oder einzelne Schübe begünstigen. Ebenso gelten psychische Stresssituationen, extreme Allergieanfälligkeit und auch Rauchen als fördernde Faktoren.
Kaum eine andere Erkrankung kann so vielfältige Symptome hervorrufen wie die Multiple Sklerose, die daher landläufig auch als „die Krankheit mit vielen Gesichtern“ bezeichnet wird. Welche Symptome wann und in welchem Ausmaß bei einem Patienten auftreten, ist immer einzelfallabhängig und daher auch nicht prognostizierbar. Die häufigsten sind:
Die ersten Symptome treten meist zwischen dem 15. und 40. Lebensjahr im Rahmen eines Schubes auf. Während sich die Schübe bei Erkrankungsbeginn meist völlig zurückbilden, bleiben im späteren Krankheitsverlauf vermehrt neurologische Defizite zurück.
Zu Beginn der Erkrankung werden häufig Seh- und Sensibilitätsstörungen beobachtet. Abhängig ist dies jedoch immer vom betroffenen Teil des zentralen Nervensystems. Besonders anhaltende Lähmungen und Spastiken können im fortgeschrittenen Krankheitsverlauf zu teilweiser oder dauerhafter Pflegebedürftigkeit führen.