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Diagnostik und Therapie Rheumatismus

Die Diagnose fällt schwer

Im Spektrum der rheumatischen Krankheiten existieren mehrere hundert verschiedene Krankheitsformen, die nur sehr selten auftreten und damit Diagnostik und Therapie erschweren. Noch dazu verlaufen die meisten Erkrankungen schleichend und werden in der Anfangsphase oft nicht erkannt. Hinzu kommt, dass der Verlauf einer Erkrankung und das Ansprechen auf eine Therapie selbst bei gleicher Diagnose von Patient zu Patient äußerst unterschiedlich ausfallen können.

Kern der rheumatologischen Diagnostik ist die gründliche Anamnese, d. h. die Analyse der Krankengeschichte, auf der eine umfassende körperliche Untersuchung folgt. So kann die spezifische Art der Erkrankung häufig eingegrenzt werden. Für die genaue Diagnose ist dann der Nachweis von Antikörpern und genetischen Merkmalen im Blut des Patienten hilfreich. Zur Regelung Untersuchungen dieser Art trat im Februar 2010 das Gendiagnostikgesetz in Kraft. Mehr dazu erfahren Sie bei der  Deutschen Rheuma-Liga e.V.

Generell gilt: Die Diagnostik besitzt in der Regel eher einen richtungsweisenden als einen beweisenden Charakter.

Die Sicherung der Diagnose, die Bestimmung des Stadiums der Erkrankung sowie deren Verlaufskontrolle werden durch verschiedene bildgebende Verfahren unterstützt. Zum Einsatz kommen dabei:

  • Röntgen
  • Ultraschall
  • Computertomografie
  • Magnetresonanztomografie
  • Szintigrafie (nuklearmedizinisches Verfahren)
  • Angiografie
  • Thermografie
Wie therapieren?

Die Behandlung richtet sich ganz nach Art und Schwere der rheumatischen Erkrankung. Eine schnelle und eindeutige Diagnose ist unbedingte Voraussetzung für den Therapieerfolg. Was man alles selbst tun kann und welche Angebote es gibt, erfährt man in den Beratungsstellen, örtlichen Arbeitsgemeinschaften und auf den Internetseiten der Deutschen Rheuma-Liga e. V..

Medikamentöse Therapie

Die Behandlung rheumatischer Erkrankungen erfolgt während akuter Schübe durch entzündungshemmende und schmerzstillende Medikamente. Zum Einsatz kommen folgende Medikamentengruppen:

  • Analgetika (Schmerzmittel)
  • Nicht-steoidale Antiphlogistika
  • Gluccokortikoide
  • Basistherapeutika
  • Krankheitskontrollierende Medikamente

Immer öfter werden neben den bewährten Basismedikamenten weitere hochwirksame Therapeutika eingesetzt. Diese befinden sich aber mehr oder weniger noch in der „Erprobungsphase“ und werden daher erst dann verabreicht, wenn die herkömmliche Behandlung keine Wirkung erzielt oder auf Grund Wechselwirkungen oder Unverträglichkeiten nicht erfolgen kann. Hier sind vor allem die sogenannten Biologika wie TNF-Alpha-Blocker zu nennen. Mehr dazu erfahren Sie auf tnf informations zentrum.

Bei allen autoimmunbedingten rheumatischen Erkrankungen muss die Basismedikation in der Regel ein Leben lang fortgeführt werden, da bisher keine Therapie bekannt, die die Ursachen der Krankheit beseitigt.

Nichtmedikamentöse Therapie

Im Rahmen sonstiger Behandlungsmethoden bei rheumatischen Erkrankungen können je nach Krankheitsbild verschiedenste Verfahren zum Einsatz kommen, die zum Ziel haben, Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit des Bewegungsapparats wieder herzustellen. Hierzu zählen:

  • Physiotherapie
  • Ergotherapie
  • Rehabilitationsmaßnahmen (Reha)
  • Operative Eingriffe
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