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Diagnostik & Therapie Herzinsuffizienz

Diagnose Herzinsuffizienz

Eine erste Diagnose kann von einem Arzt in der Regel aufgrund der Krankengeschichte (Anamnese) und einer ersten körperliche Untersuchung gestellt werden. Weitere Untersuchungen wie EKG, Echokardiographie, Röntgen, Laborwertebestimmung und/oder eine Herzkatheteruntersuchung sichern dann die Diagnose.

Da die Prognose einer Herzinsuffizienz von der Grunderkrankung abhängig ist, kommt der Ursachenforschung ein großer Stellenwert zu. Daran richtet sich im Anschluss auch die individuelle Therapie aus.

Medikamentöse bzw. operative Therapie

Ziel der Therapie ist zunächst die Milderung der Symptome. Hierfür werden herzinsuffizienten Patienten verschiedene Medikamente verabreicht, teilweise auch in Kombination. Folgende Wirkstoffgruppen werden unterschieden:

  • Diuretika schwemmen Ödeme aus und entlasten das geschwächte Herz.
  • Digitalisglykoside steigern die Herzkraft.
  • Nitrate und ACE-Hemmer erleichtern die Herzarbeit durch ihre gefäßerweiternde Wirkung.
  • Kalziumantagonisten erweitern die Arterien und werden in erster Linie zur Blutdrucksenkung eingesetzt.

Herzinsuffizienz wird in der Regel mit Medikamenten behandelt, wobei sich manche Patienten sich je nach Schwere der Erkrankung einer Operation unterziehen müssen. Das Spektrum reicht von Bypass- über Herzklappen-Operationen bis hin zur Herztransplantation.

Nichtmedikamentöse Therapie

Begleitend zur medikamentösen Behandlung gilt es, vor allem auf eine gesunde und herzschonende Lebensführung zu achten. Diese Maßnahmen betreffen neben der Ernährung auch andere Bereiche.

Ernährung:

  • cholesterin-, fett-, und salzarme sowie leicht verdauliche Kost
  • mehrere kleine, eiweißreiche Mahlzeiten
  • weitgehender Verzicht auf Kaffee, Schwarztee und Alkoholm
  • Trinkmengenbeschränkung (je nach ärztlicher Anordnung)
  • vorhandenen Übergewichtsabbau

Sonstiges:

  • nicht rauchen
  • langandauernde Kälteeinwirkung vermeiden
  • körperliche Schonung bis strenge Bettruhe (je nach ärztlicher Anordnung)
  • Lagerung nach Wunsch (am besten Oberkörperhochlagerung)
  • regelmäßige Vitalzeichen- und Gewichtskontrolle
  • Obstipationsprophylaxe (Verstopfung entgegenwirken)
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