"Pflege kann nur gut gehen, wenn es den Pflegenden selbst gut geht."

Einen Menschen zu pflegen bedeutet einen radikalen Einschnitt in die bisherige Lebensführung. Zeitliche Aspekte spielen hierbei genauso eine Rolle wie seelische, körperliche und häufig auch finanzielle Gesichtspunkte.
Oft werden die Belastungen, die durch die Pflegetätigkeit entstehen, zu spät erkannt oder gar nicht erst thematisiert. Eigene gesundheitliche Probleme werden kleingeredet, Stress und Überanstrengung einfach hingenommen. Ganz zu schweigen von der emotionalen Beeinträchtigung, die die Pflege eines lieben Verwandten mit sich bringt, der vielleicht nie wieder gesund wird.
Beim oftmals unerwarteten Eintritt einer Pflegebedürftigkeit müssen viele Dinge organisiert und entschieden werden, z.B. die Umgestaltung der Wohnung, die Beantragung einer Pflegestufe, die Beschaffung von Hilfsmitteln und die zeitliche Organisation der Pflege.
Neben diesen organisatorischen Problemen ist man zusätzlich seelischen und körperlichen Belastungen ausgesetzt. Die Folge: Ungefähr ein Drittel der pflegenden Angehörigen wird langfristig krank, wobei die Dunkelziffer noch um einiges höher liegen dürfte.
Die häufigsten Symptome sind:
Wie bei der Pflege selbst gilt auch für die Beeinträchtigung pflegender Angehöriger: Jede Pflegesituation ist einzigartig und individuell zu bewerten. Vieles hängt davon ab, ob man z.B. berufstätig ist, wie es um den eigenen Gesundheitszustand bestellt ist, ob man ausreichend Unterstützung erfährt oder wie man Stress generell bewältigen kann. Weitere Aspekte sind die Art und Innigkeit der Beziehung zur pflegebedürftigen Person, der notwendige Zeitaufwand für die Pflege sowie die eigene Verfassung.
Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, den körperlichen und zeitlichen Belastungen einer Pflegetätigkeit entgegenzuwirken. Hier eine kleine Auswahl: