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Formen & Ursachen Multimorbidität

Weitverbreitete Alterskrankheiten als Ursache

Multimorbidität ist ein klassisches Alterssyndrom, d.h. eine Anhäufung verschiedener Krankheitsbilder bei einer Person fortgeschrittenen Alters. In der Regel leiden Patienten über 70 unter drei bis neun Krankheiten gleichzeitig. Am häufigsten betroffen sind

  • das Herz-Kreislauf-System,
  • die Atmungsorgane,
  • der Bewegungs- und Stützapparat und
  • das Stoffwechselsystem.

Welche Formen werden unterschieden?

Bei Multimorbidität unterscheidet man zwischen unabhängigen und abhängigen Krankheitsbildern.

  • Bei der unabhängigen Multimorbidität gibt es keinen wirklich kausalen Zusammenhang zwischen den Krankheiten. Leidet ein Patient z.B. unter Rheumatismus, Gallensteinen und grünem Star, so beeinflussen sich diese Krankheiten nicht gegenseitig.
  • Im Gegensatz dazu ist eine Kombination von Diabetes, Herz-Kreislauf-Schwäche und Bluthochdruck eine abhängige Multimorbidität. Hier liegt eine Wechselwirkung zwischen den Krankheiten vor, d.h., ein bestimmtes Symptom begünstigt ein anderes oder hat es gar hervorgerufen.

Medikamentöse Wechselwirkungen fördern Multimorbidität

Sowohl Patienten mit abhängigen als auch mit unabhängigen Krankheitssymptomen müssen verschiedene Medikamente einnehmen, um ihre Beschwerden zu lindern. Fast alle dieser Medikamente weisen unerwünschte Arzneimittelwirkungen auf. Bei vielen verabreichten Medikamenten ist es Medizinern und Pharmazeuten nicht möglich, die Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zu steuern und ihnen entgegenzuwirken.

Ein wichtiges Medikament abzusetzen, ist in den wenigsten Fällen ratsam. Jedoch können durch die Einnahme neue Krankheitsbilder entstehen, die ihrerseits mit Medikamenten behandelt werden müssen. Falls diese wiederum unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen, ist es ratsam, dass sich alle behandelnden Ärzte auf eine bestmögliche und individuell ausgerichtete Therapie einigen.

Die häufigsten Krankheitssymptome der Multimorbidität, die in gegenseitiger Wechselbeziehung stehen (können):

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Schlaganfall
  • Diabetes
  • Arthritis
  • Osteoporose
  • Erkrankungen des Stoffwechsel-/Hormonsystems
  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Nierenerkrankungen
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