Ob privat oder gesetzlich versichert – die Kosten für einen Pflegekurs trägt in der Regel die zuständige Pflegekasse bzw. -versicherung.

Oft sind Angehörige oder ehrenamtliche Helfer mit ihren Pflegeaufgaben überfordert. Kein Wunder, denn viele Krankheitsbilder und deren Symptome erfordern Fachkenntnisse, die ohne vorbereitende Schulung nicht vorhanden und z.B. über Bücher nur schwer zu vermitteln sind.
In Pflegeschulungen erwerben Pflegepersonen theoretische und praktische Kenntnisse, die für die häusliche Pflege hilfreich bis unerlässlich sind. Die Teilnahme an einem solchen Kurs entlastet nicht nur die pflegenden Angehörigen, sondern sie erhöht vor allem auch die Qualität der Pflege. Pflegebedürftiger und Pflegeperson profitieren somit in gleichem Maß davon.
Pflegeschulungen werden bundesweit flächendeckend angeboten und finden meistens in den Räumlichkeiten eines Pflegedienstes oder einer Sozialstation statt. Manchmal ist auch eine Schulung in der häuslichen Umgebung sinnvoll, z.B. für die Unterweisung im Gebrauch von Hilfsmitteln. Auch die Anwesenheit bzw. das Mitwirken des Pflegebedürftigen selbst kann häufig von Vorteil sein. Ein weiterer positiver Aspekt von Pflegeschulungen ist der Austausch mit anderen pflegenden Angehörigen. Schon der Kontakt zu anderen Betroffenen und der damit verbundene Austausch können sehr hilfreich sein.
Um die Kosten einer Pflegeschulung muss sich die Pflegeperson in aller Regel keine Gedanken machen. Im Normalfall werden diese komplett von der zuständigen Pflegekasse bzw. -versicherung übernommen. Das gilt nicht nur für pflegende Angehörige, sondern auch für ehrenamtlich tätige Pflegepersonen. Nähere Informationen zu Pflegeschulungen hält meistens auch die eigene Krankenkasse bzw. Krankenversicherung bereit.